Piko V 200 und BR 118

 Umbau einer Gleichstrom Piko V200 bzw. einer Piko BR 118 auf Trix Express

(verfasst von Ernst Mangold, keine Gewähr auf Vollständigkeit und Erfolg beim nachbauen) 

Die neuen Modelle von Piko lassen sich sehr leicht, ohne große Anpassungen, auf Trix Express umbauen. Die nötigen Teile bekommen wir bei Piko und Ton Jongen. Die Modelle besitzten einen Normkupplungsschacht , daher  lassen sich die Trix Express Kupplungen problemlos einsetzen. Da die Fahrgestelle der V200 und der 118 fast identisch sind, gilt die nachfolgende Beschreibung für beide Modelle.

            

                                                         

 

Zusätzliche Teile zum Umbau

Zum Umbau benötigt man einen einen kleinen isolierten Draht ca. 10 cm für die Verbindung zwischen Schleifer und Platine, einen Piko Schleifer Nr. 56111 und 2 Beutel mit  je 4 Radreifen 13,4mm Nr. EL 1104 00 von Ton Jongen.

   

Werkzeug, Kleber, Reinigung 

Als Werkzeug benötigt man einen Lötkolben, Lötzinn, Radabzieher (Bernd Tauert),  Schraubendreher, Seitenschneider, Pinzette, flache Nadelfeile, Paralellschraubstock,  Zweikomponentenkleber, Ohrstäbchen  und Spiritus.

 

 Umbauanweisung

 Als erstes nimmt man das Gehäuse ab. Dazu werden 2 Schrauben an der Unterseite der Lok gelöst ( siehe auch in der Bedienungsanleitung in der Lokschachtel ).

 Die Lok umdrehen und mittels eines kleines Schraubendrehers die beiden Drehgestellverblendungen bzw. Getriebeabdeckungen lösen und abnehmen (ist in der Bedienungsanleitung auch beschrieben)

Die 4 Radsätze herausnehmen und mittels des Radabziehers auseinandernehmen.

 

Als nächstes werden die Radscheiben und die Radreifen mittels Ohrstäbchen mit Spiritus entfettet, damit der Kleber sich später nicht löst. Nach dem entfetten die Klebestellen nicht mehr mit den Fingern berühren!

Spiritus gründlich verdunsten lassen, danach den Kleber mischen, dünn auf den Rand der Radscheiben auftragen und Radring aufpressen. Kleber gut aushärten lassen.

Zur Montage der Radscheibe auf die Achse benutzen wir den Paralellschraubstock. Radscheibe leicht auf die Achse setzen, in den Schraubstock spannen (genau fixieren) und nun auf das Radmaß zusammenpressen.

 

Nun montiert man den Schleifer an eins der Drehgestelle. Dazu vorher den Draht anlöten, durch das vorgesehene Loch fädeln und dann mit der Schraube fixieren. Zur besseren punktförmigen Stromabnahme sollte man den Schleifer in der Mitte bei der Bohrung leicht einknicken, sodaß nur die beiden Schleiferendpunkte auf der Gleismittelschiene aufliegen. Ausserdem müssen an den beiden Drehgestellen mit einer flachen Nadelfeile, dort wo die Radreifen vorbeidrehen, ca 0,5 mm abgefeilt werden. Am Besten prüft man mehrmals ob und wo man etwas wegfeilen muß. Das Rad muß sich ganz leicht, ohne Widerstand bewegen lassen.

  

Als nächstes entfernt man die Verbindungskabel zwischen den Radschleifern und Platine auf beiden Seiten des Modells. Je nach Stromabnahme entweder die roten oder die schwarzen Kabel. An die Lötstelle der Platine wird dann später das Kabel des Schleifers angelötet. 

Nun erfolgt die Montage der Radsätze, dabei darauf achten, dass die Radschleifer nicht verbogen werden. 

Anschließend die Getriebeabdeckung / Drehgestellblende wieder aufsetzen. Dabei zuerst die eine Seite einhängen und dann die andere Seite einrasten lassen. Bei der Abdeckung mit dem montierten Schleifer vorher das Kabel seitlich am Drehgestell durchschieben und in die dafür vorgesehene Nut am Getriebekasten einführen.  Nun muß nur noch der Draht, so wie der alte, in die vorgesehene Haltepunkte befestigt werden und  oben an der Platine angelötet werden. Nach der Montage des Gehäuses kann nun die Probefahrt beginnen.

 

 Fertig!