Test der neuen 103 109-5 von Trix

 

 (geschrieben von Ernst Mangold)

Heute am 11.10.2013 kam die neue bestellte 103 mit einem Paket von Völkner. Nach den vielen negativen Berichten von Trix Expresslern, war ich wirklich gespannt wie sich das Modell bei mir verhalten wird. Nach dem Aufbau eines einfachen Kreises mit Weichenstrasse aus DKW und folgender Weiche ging die erste Probefahrt los. Ich war angenehm überrascht, da die Lok die beschrieben Probleme nicht zeigt (auch im umgedrehten Zustand nicht). Entweder hat Trix nachgebessert, oder ich habe ein Modell das besser ist. Bei Gelegenheit werde ich die 103 zerlegen und sie mir genau anschauen, auch um das Oberlicht zu aktivieren, das im Analogbetrieb nicht leuchtet. Ansonsten fährt die Lok sehr gut, gute Langsamfahreigenschaften, die Höchstgeschwindigkeit ist aber wie immer zu hoch. Ein schönes Modell, gut detalliert, Ein Umrüstsatz zum Ausstatten mit Original Bremsschläuchen, Hackenkupplung und neuer Schürze liegen bei.

Ich habe mal 3 Videos gedreht ,nichts Besonderes, aber man kann doch die Fahreigenschaften schön sehen. Viel Spaß beim anschauen

Nachtrag am 4.11.2013:

Inzwischen haben wir beim Stammtisch einige 103er bekommen. Die Tests sind sehr unterschiedlich ausgelallen, eine Lok fuhr gar nicht, manche gaben fürchterliche Fahrgeräusche von sich (siehe unten) und einige liefen gut. Dies bestätigt die von vielen festgestellten Mängel bei der Auslieferung von Trix. Ob die Lok gut läuft ist wohl Glückssache! Kein Ruhmesblatt für die Fa. Trix! 

Nachtrag am 5.11.2013

Eine der 103er wurde mit einem Digitaldecoder umgerüstet. Diese Lok fuhr im Analogbetrieb besser. Durch die Lastregelung wird dabei auch eine konstante Langsamfahrgeschwindigkeit erreicht. Empfehlenswert für den, der die zusätzlichen 26 € für einen ESU Decoder investieren möchte.

Nachtrag am 8.12.2013

Ich hatte beim Stammtisch in Koblenz Gelegenheit mit ein paar Trixlern über die Probleme der E 103 zu sprechen. Mitarbeiter der Fa. Trix waren vor Ort und haben einige Maschinen repariert. Dabei kam reraus, dass die Probleme bei Trix nur sehr spärlich bekannt waren. Sie sagten auch, ich meine sehr zu Recht, das die Kunden fehlerhafte Ware sofort zur Behebung des Fehlers an Trix bzw. den Händler zurückgeben sollten und nicht selbst daran herum zu basteln . Bei Trix ist i.M. wohl keine Erfahrung mehr über Trix Express vorhanden und muß nun erst mühsam wieder erworben werden. Geben wir der Fa. Trix die Chance dies zu tun, denn wir wollen doch sicher alle weiterhin neue Modelle für Trix Express! 

  

           

 

 

 

Schlechter Start für das neue Modell TE 32779, BR 103.109 der Firma Märklin/Trix.

Nachtrag vom 05.11.2013 (Michael Linnenbach)

Bevor das neu erworbene Modell einsatzbereit war, mussten grundlegende technische Nachbessserungen vollzogen werden: Nachdem die E-Lok auf allen Weichen und Kreuzungen zunächst stehen blieb, wurde durch den Kollegen Paul Hartramf dankenswerter Weise ein rotes Massekabel eingelötet, um überhaupt einen störungsfreien Fahrbetrieb zu ermöglichen (s. Abbildung).

BR 103.1 - nachträglich eingelötetes rotes Massekabel (Foto: © M. Linnenbach)

Doch dann ging der Ärger erst richtig los. Bei der Testfahrt auf der hauseigenen Anlage ertönten aus der Lok an den Steigungen und Gefällstrecken lautstarke Reibungs- und Schleifgeräusche, ähnlich wie bei einem Lager- bzw. Getriebeschaden (s. You Tube-Video, bislang 423 Aufrufe, Stand: 28.11.2014, davon 2 aus Kanada, 4 aus USA, 3 aus Italien).

 

Um größere Folgeschäden zu vermeiden, musste die Probefahrt umgehend beendet werden. Nach der nicht ganz einfachen Prozedur des Öffnen des Lokgehäuses (abgesenkte M 2-Kreuzschlitzschrauben auf der Unterseite, nach Abnahme der Radverkleidung, am besten unter der Lupe arbeiten!) zeigte sich ein gekapselter, nicht geölter Märklin-Motor älterer Bauart - wohl aus Restbeständen. Das unmittelbar daran angesetzte Getriebe aus Metall war ebenfalls staubtrocken. Beide Einheiten verursachten nachweislich die üblen Fahrgeräusche.

Geöffnete BR 103.1, (Foto: © M. Linnenbach)

Jetzt waren die persönlichen Kenntnisse aus dem Umgang mit alten Trix-Express Bürstenmotoren gefragt. Ähnlich wie bei Vorkriegsmodellen von TE existert auch bei den älteren Märklin-Motoren seitlich ein kleiner Schacht zum Ölen des Lokantriebs. Früher hat man hier ein kleines ölgetränktes Schwämmchen plaziert, dass das Öl sukzessive je nach Betriebsdauer in den Motor abgab. Auch dieses Wissen ist bei dem heutigen Hersteller wohl nicht mehr existent. Nach der vorsichtigen Infiltration eines Spezialöls mittels einer Injektionsnadel waren die Probleme behoben (s. Abb.). Von allem reichlich genervt wurde ein längere Pause eingelegt, bevor ich mich an den anspruchsvollen Zusammenbau wagte. Fazit: Lieber baue ich meine Trix-Loks selbst, die fahren wesentlich besser!

 BR 103.1 - nächträgliches Ölen des Motors (Foto: © M Linnenbach)